Zeitsprung Zittau

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Fachexkursion zu Bombardier

Am 13.08.2014 besuchten wir im Rahmen des Projektes das Bombardier Werk in Görlitz.

Die am 5. Juni 1828 von Christoph Lüders gegründete Sattler- und Lackiererwerkstatt in der auch u.a. Wagen in den unterschiedlichsten Arten hergestellt wurden, mündete später am 19. Oktober 1849, als die Stadt Görlitz den Auftrag zum Bau von zwei achtachsigen Eisenbahnwaggons für den Holztransport an Lüders zusammen mit dem Schlossermeister Conrad Schiedt vergab, in die nun mittlerweile über 160 jährige Industriegeschichte des Görlitzer Waggonbaus.

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In einer sehr interessanten und kurzweiligen Führung, die gespickt war mit kleinen historischen Episoden aus der aktiven Arbeit, erzählt von ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens, erfuhren wir viele Details aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Unternehmens. Ausgestattet mit Schutzhelm und –brille ging es im Anschluss an eine informative Einführung, in der uns das Entstehen und Wachsen des Görlitzer Waggonbaus über die Übernahme 1998 durch den heutigen Mutterkonzern Bombardier bis hin zu den heutigen Portfolio ein eindrucksvoller Einblick in das Unternehmen gegeben wurde, auf Exkursion durch das 338.943 m² große Firmengelände an der nach dem Gründer benannten Christoph-Lüders-Strasse. Am Standort des Werks II, eines von ehemalig dreien, ist heute die gesamte Entwicklung, Konstruktion und Produktion gebündelt. Über 2000 Mitarbeiter, davon ca. 1300 Festangestellte sind derzeit mit dem Bau von Doppelstockwagen für die Deutsche Bahn AG und die Schweizerische Bundesbahn sowie mit der Teilfertigung des neuen ICE-X beschäftigt.

Die Fachexkursion ist im Vorfeld auf so großes Interesse gestoßen, das insgesamt 28 Teilnehmer bei der Besichtigung mit dabei waren und die Führung in zwei Gruppen stattfinden musste. Die eine Gruppe hatte das große Glück mit dem ehemaligen Chefkonstrukteur Herrn Rümpel die Führung machen zu dürfen. Aber auch die zweite Gruppe hatte mit Herrn Blümel, dem Chef der Endabnahme, einen sachkompetenten Experten an ihrer Seite.

In dem ca. 2 ½ stündigen Rundgang durch die Fertigungshallen, die teilweise aus der heutigen Zeit stammen, aber auch noch aus der Zeit, als man im Werk II Anfang des 19 Jahrhunderts die Produktion aufgenommen hat, wurde uns die vielschichtigen Arbeitsschritte die notwendig sind, um einen Waggon versandfertig zu bekommen, näher gebracht. Aber nicht nur gearbeitet wird in den Hallen, hin und wieder finden auch in dem industriehistorischen Ambiente kleinere Theatervorstellungen und Konzerte statt. Ein lebendiges Industriedenkmal im Zwielicht von Historie und Hightech.

Eine jederzeit empfehlenswerte Führung, gepaart mit lebhaft erzählten kleinen Geschichten von der anfänglichen Kutschenbauwerkstatt über ein eigenständiges, deutschlandweit agierendes Großunternehmen bis hin zur heutigen Zugehörigkeit zum Bombardierkonzern, hinterließ bei jeden von uns einen nachhaltigen Eindruck und wird noch lange in Erinnerung blieben.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Operationellen Programms für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Sachsen - Polen 2007-2013 sowie aus Mitteln der Europäischen Union und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
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